2022 Viva la Vulva | VADA Weltfrauentag

Logo VIVA LA VULVA by VADAVADA Verein zur Anregung des dramatischen Appetits lädt zum Vulvaday in Klagenfurt/Celovec

Barbara Ambrusch-Rapp baut eine temporäre Kunstinstallation und lädt zum Mitmachen ein | Seraphine Rastl liest aus den Vagina Monologen | Gaby Krasemann spricht über patriarchale Stadtplanung und phallische Architektur | Ina Riegler zeigt ihr Bild „bleeding for hermann nitsch“ und versteigert einen signierten Druck des Werkes; mit dem Erlös werden Menstruationsartikel für wohnungslose Frauen gekauft | Sybille Spiess und Alina Filip berichten über die Frauennotschlafstelle | Marie & Luise und Ana Laura Dominguez haben für diesen Tag ein eigenes Stück komponiert und spielen es live | Julia Leitner stellt Vulva-Keramiken aus | Yulia Izmaylova und Felix Strasser tragen ihr Wissen über die Kulturgeschichte der Vulva vor | Am Infotisch sind Materialen von Frauenorganisationen aufgelegt und hier kann auch das „Vulvamuseum to go“ des Frauenkollektivs Vulvaversity besichtigt werden | Branka Jovanović spricht slowenische Grußworte | Moderiert wird die Veranstaltung von Bettina Pirker

Weltfrauentag | Viva la Vulva | Vulvaday
8. März 2022 am Neuen Platz in 9020 Klagenfurt/Celovec

Eine Aktion von VADA mit Unterstützung von Kärnten andas, Frauenreferat des Landes Kärnten/Koroška und Büro für Frauen, Chancengleichheit und Generationen der Stadt Klagenfurt/Celovec

Barbara Ambrusch-Rapp „zeichnet“ die ersten Linien vor, anschließend wird die stilisierte Vulva gemeinsam mit dem Publikum weitergebaut (Foto: Marcel Ambrusch)

Beitrag Barbara Ambrusch-Rapp: Vulvabau zu Klagenfurt/Celovec
Partizipative Installation vor dem Rathaus am Neuen Platz (720 Tonziegel, rund 2 Tonnen Material, Länge ca. 15 Meter)

Barbara Ambrusch-Rapp ist Multimedia-Künstlerin aus Velden und setzt sich in ihrer Arbeit seit Jahren auch mit Diskriminierung und Feminismus auseinander – trotz der oft schwierigen Thematik immer mit einem optimistischen Zugang im Hinterkopf. Heute lädt sie euch dazu ein, mit einem partizipativen Bauwerk den öffentlichen Raum zu bespielen: Stein für Stein zeichnet Barbara die grafische Darstellung einer Vulva auf den Platz – und wer möchte, baut einfach mit, um dieses „Denkmal“ mit zu gestalten. Barbara, eine Vulva-Grafik aus Mauersteinen ist hier im Entstehen – warum hast du gerade dieses Material gewählt?

Erstmal vielen Dank an die helfenden Hände! Es ist verdammt harte Arbeit, zwei Tonnen Material, mehr als 700 Steine hier zu bewegen. Es ist auch immer noch harte Arbeit, den zum großen Teil von Männern geschaffenen Bauten und Werken einen sichtbaren Ausgleich zu gönnen, wenn auch nur temporär so wie heute. Die rötlichen Tonziegel bauen wir auf die grauen Granitplatten des Neuen Platzes. Eine kraftvolle stilisierte Vulva wächst praktisch aus dem Boden heraus. Ton, terra cotta, erdfarben aus dem grauen Boden, auch weil die Erde in verschiedenen Kulturen als Urgöttin betrachtet wird, als Mutter Erde, die Schöpferin des Lebendigen…

Wie kommt es, dass du die Installation nicht alleine aufbaust? Warum gemeinsam mit dem Publikum?

Die Vulva in ihren Ausformungen hat einen unglaublichen Facettenreichtum, keine gleicht der anderen, jede ist individuell und wunderschön. Deshalb ist es mir ein Anliegen, dass dieses Symbol der weiblichen Kraft heute hier nicht von mir alleine visualisiert wird – je mehr Menschen mitbauen, desto vielfältiger ist die Energie, die in dieser Arbeit steckt. Je mehr Menschen mithelfen, verkrustete Strukturen aufzubrechen, desto leichter und schöner kann Neues wachsen. Miteinander auch als Anregung zur Solidarität unter Frauen und allen. Ich freue mich auf alle hier, die nun gemeinsam mit mir dieses Symbol sichtbar machen und mitgestalten. Miteinander und füreinander, wie du (Bettina Pirker, Anm.) in einem Facebook-Posting so schön geschrieben hast… Danke dafür!

Gespräch dazu auf radio AGORA 105.5 / Dagmar Travner

Fotos (Weiterbau mit dem Publikum und Redebeiträge inmitten der Installation) von Barbara Ambrusch-Rapp, Marcel Ambrusch, Julia von Hut, Niki Meixner, Deborah Staubmann:

Ziegel-„Vorzeichnung“ Barbara Ambrusch-Rapp, vor der Einladung zum Mitbauen

Mitbauende Menschen aus dem Publikum

Moderation Bettina Pirker mit slowenischen Grußworten von Branka Jovanović

 

 

 

 

Seraphine Rastl liest, Kinder aus dem Publikum in Aktion

Vulva-Bau zu Klagenfurt/Celovec, von Menschen aus dem Publikum weitergebaut (kurz vor dem Abbau nach der Veranstaltung)