2020 Brücken bauen | CARINTHIja2020 | Selkach

Eröffnung der Brücke bei Selkach/Želuče im Rahmen von CARINTHIja2020

120 Kilometer Fluss | 12 Brücken | 3 VERBUND-Kraftwerke | 30 KünstlerInnen, LiteratenInnen, FilmemacherInnen
1 Handelsakademie (Praxis-HAK-Völkermarkt) | 1 HTBLA (Industriedesign|Schmuck und Gravur)
18 Gemeinden (in Kärnten und Slowenien)
Info zum Projekt und allen Terminen: Brücken bauen – Gradimo mostove

Brückenansicht Foto von Anton Reichmann

Detail-Ansicht der fertigen Installation von Barbara Ambrusch Rapp, Brücke bei Selkach/Želuče, Foto: Anton Reichmann

Eröffnung der Brücken-Installation bei Selkach/Želuče
Barbara Ambrusch-Rapp: „DeinMeinUnserWeg – TvojaMojaNašaPot“
Samstag/Sobota 04.07.2020 um 19 Uhr/uri
9072 Ludmannsdorf/Bilčovs-9220 Velden-9184 St. Jakob i. R./Šentjakob v Rožu


Kunstinstallation von Barbara Ambrusch-Rapp: „DeinMeinUnserWegTvojaMojaNašaPot“ | Barbara Ambrusch-Rapp (geborene Ottowitz) hat einen persönlichen Bezug zu allen drei Gemeinden, die von dieser Brücke aus miteinander verbunden werden: In Ludmannsdorf ist ihre Großmutter aufgewachsen, in St. Jakob (Maria Elend) verbrachte die Künstlerin ihre Kindheit und in Velden lebt sie seit 2003 mit ihrer Familie. Basiskonzept der Künstlerin: Die Brücke Selkach/Želuče ist ein direktes Bindeglied zwischen mehreren Straßenkreuzungen an beiden Ufern der Drau/Drava und gibt Wege in verschiedene Richtungen frei. Die verzweigten Straßen und das Verbindende werden über ein offenes „Wegenetz“ symbolisch angedeutet. Jeder „Weg“ hat ein offenes Ende, es gibt keine Sackgassen. Das „Wegenetz“ wächst praktisch aus dem Geländer heraus und lädt per aufgebrachtem Schriftzug explizit zum Hin-/Herübergehen ein. Das Blau des „Wegenetzes“ steht für das Wasser des Flusses, der ebenso aus Verzweigungen zusammenwächst.
Schriftzüge auf der Installation: Slowenischer Dialekt aus Selkach/Želuče: „No, pa spet amrt toti pohlejmo.“ Kärntner Dialekt aus Maria Elend: „No, schau ma holt wieda amol ume.“ Schriftslowenisch: „No, pa poglejmo spet enkrat tja.“ Hochdeutsch: „Na, dann schauen wir doch wieder mal rüber.“

Info zum Projekt und weiteren Eröffnungen auf: CARINTHIja2020.ktn.gv.at 
Brücken bauen – Gradimo mostove auf: Facebook
Interview Radiobeitrag radio AGORA 105.5
Bericht und Fotostrecke von der Eröffnung am 4. Juli

Portrait Barbara Ambrusch-Rapp von Simone Attisani, Entwurf/Skizze der Installation von Barbara Ambrusch-Rapp

 

Kleine Zeitung, 20. Dezember 2019

Vorschau/Intro 2019: „Brücken bauen – Gradimo mostove“ ist ein zweisprachiges Kunst- und Kulturprojekt, das gemeinsam mit den vorhandenen technischen Bauwerken über die Drau, zahlreiche weitere psychologische und philosophische Brücken zwischen und mit den Volksgruppen spannen wird. Gerade in „Zeiten wie diesen“ ist es notwendig, die Versöhnung voranzutreiben und zu besiegeln. 2020 könnte ein wunderbares Jahr für eine solche Arbeit und für Kärnten werden. Philosophisch und|oder psychologisch verbinden Brücken vor allem Menschen und Kulturen miteinander. Und genau um eine solche Verbindung wird es bei diesem Projekt im Rahmen der Landesausstellung „CarinthiJa 2020“ gehen. Vordergründig werden Brücken zwischen den Generationen, den Muttersprachen, Mann und Frau, Malerei und Theater, Film und Grafik, Licht und Ton, Literatur und Musik, Vergangenheit und Gegenwart errichtet und mit Leben erfüllt.
Beim Zusammentreffen der Kunstschaffenden und der Menschen auf den Brücken über die Drau (zwischen Rosegg und Dravograd) soll es gelingen, die fast hundert Jahre lang „gepflegten“ Gräben zuzuschütten. Und, nur die Mutigen bauen Brücken! Die Ängstlichen versuchen die Gräben so tief wie möglich zu halten!
(Gerhard Leeb, Verein „Brücken bauen – Gradimo mostove“)