2022 Barbara Ambrusch-Rapp im Porträt | Neue Veldner Zeitung

Große Künstlerin – runde Zahl: Barbara Ambrusch-Rapp im Porträt
Neue Veldner Zeitung Juni/Juli 2022

Neue Veldner Zeitung Juni/Juli 2022 Interview GROSSE KUENSTLERIN – RUNDE ZAHL Die Künstlerin Barbara Ambrusch-Rapp im Porträt Aufgewachsen in Maria Elend im Rosental, wo ihr in der Strenge des religiösen bäuerlichen Umfelds sehr früh eine andere als die verbale Sprache zur Bereicherung wurde - der Ausdruck über die Kunst. Nach sehr wertvollen „Umwegen“ wurde sie 2003 mit ihrer Familie in Velden sesshaft und ist seit vielen Jahren hauptberuflich als multimedial arbeitende Künstlerin und Kulturarbeiterin tätig. Nun durfte die Neue Veldner Zeitung zum Anlass ihres 50. Geburtstags einen kleinen Blick hinter die Kulissen der Künstlerin und Kulturarbeiterin aus Velden - Barbara Ambrusch-Rapp - werfen und ein Gespräch mit ihr führen. Würdest du uns von deinem derzeitigen Projekt erzählen? Woran arbeitest du gerade? Im international aktiven Verein schau.Räume finalisieren wir gerade eine Jubiläumspublikation als „Mitmachbuch“ mit Veröffentlichung im Spätsommer. Via postWERK stecke ich in den Vorbereitungen für eine länderübergreifende Gruppenausstellung im Dinzlschloss Villach mit Eröffnung am 5. Juli. Im Kunstbahnhof Wörthersee wird’s auch nicht langweilig, wenn ich etwa ab 6. Juli wieder Ina Loitzl im Sommeratelier am Veldner Hausbahnsteig kuratorisch begleiten darf. Und ... Schluss jetzt - alles Weitere würde den Rahmen des Interviews sprengen (lacht). Viel Aktuelles findest du auch auf barbara-rapp.com Was beeinflusst oder inspiriert deine Kunst? Gibt es Künstler:innen, die dich inspiriert haben? Sehr geholfen im Freiwerden bei meiner Arbeit hat mir das Reisen, das Erleben einer großen Bandbreite von Zugängen zur Kunst an unterschiedlichen Orten, etwa in New York, Frankreich oder Portugal. Es gibt viele Menschen, deren künstlerische Praxis ich sehr schätze und die mich zuweilen auch ermutigt. Maria Lassnig wäre hier zu erwähnen und Francis Bacon, unbedingt Marina AbramoviC oder Katrin Ackerl Konstantin, mit der ich immer wieder zusammenarbeiten darf. Was inspiriert und treibt deine Kreativität an? Mein Fokus liegt auf der Sichtbarmachung von Themen, die - kurz gefasst - mit der Menschenwürde zu tun haben, wo und wie diese passiv ‚vergessen“ oder aktiv mit Füßen getreten wird. Kunst als Anregung zur Diskussion, weil Schweigen nie zur erhofften Auflösung führt. Dieser Quell ist ja nicht am Versiegen ... Wie reagieren die Betrachter:innen auf deine Kunst? Sehr unterschiedlich, es gibt nicht die eine breit verankerte Meinung dazu. Manche Menschen fühlen sich von meiner Arbeit peinlich berührt oder abgestoßen, das liegt zum Teil auch an den bearbeiteten Themen. Andere wiederum schätzen gerade die Wahl der Inhalte und meine Art der Umsetzung als Bild, Objekt, Video oder Performance. Welche Frage bewegt dich derzeit? Das offensichtliche Scheitern unserer Gesellschaft daran, weitblickend mit unterschiedlichen Standpunkten und Konflikten umzugehen und das Wohl möglichst aller Menschen und der Natur im Fokus zu behalten und danach zu handeln. Wie können wir es gemeinsam auf die Reihe bekommen, toxische Verhaltensmuster so zu managen, dass sie möglichst wenig Schaden anrichten? Was können wir unseren Folgegenerationen mitgeben, um sie für die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen zu stärken?
Aufgewachsen in Maria Elend im Rosental, wo ihr in der Strenge des religiösen bäuerlichen Umfelds sehr früh eine andere als die verbale Sprache zur Bereicherung wurde – der Ausdruck über die Kunst. Nach sehr wertvollen „Umwegen“ wurde sie 2003 mit ihrer Familie in Velden sesshaft und ist seit vielen Jahren hauptberuflich als multimedial arbeitende Künstlerin und Kulturarbeiterin tätig. Nun durfte die Neue Veldner Zeitung zum Anlass ihres 50. Geburtstags einen kleinen Blick hinter die Kulissen der Künstlerin und Kulturarbeiterin aus Velden – Barbara Ambrusch-Rapp – werfen und ein Gespräch mit ihr führen.
Würdest du uns von deinem derzeitigen Projekt erzählen? Woran arbeitest du gerade?
Im international aktiven Verein schau.Räume finalisieren wir gerade eine Jubiläumspublikation als „Mitmachbuch“ mit Veröffentlichung im Spätsommer. Via postWERK stecke ich in den Vorbereitungen für eine länderübergreifende Gruppenausstellung im Dinzlschloss Villach mit Eröffnung am 5. Juli. Im Kunstbahnhof Wörthersee wird’s auch nicht langweilig, wenn ich etwa ab 6. Juli wieder Ina Loitzl im Sommeratelier am Veldner Hausbahnsteig kuratorisch begleiten darf. Und … Schluss jetzt – alles Weitere würde den Rahmen des Interviews sprengen (lacht). Viel Aktuelles findest du auch auf barbara-rapp.com
Was beeinflusst oder inspiriert deine Kunst? Gibt es Künstler:innen, die dich inspiriert haben?
Sehr geholfen im Freiwerden bei meiner Arbeit hat mir das Reisen, das Erleben einer großen Bandbreite von Zugängen zur Kunst an unterschiedlichen Orten, etwa in New York, Frankreich oder Portugal. Es gibt viele Menschen, deren künstlerische Praxis ich sehr schätze und die mich zuweilen auch ermutigt. Maria Lassnig wäre hier zu erwähnen und Francis Bacon, unbedingt Marina Abramović oder Katrin Ackerl Konstantin, mit der ich immer wieder zusammenarbeiten darf.
Was inspiriert und treibt deine Kreativität an?
Mein Fokus liegt auf der Sichtbarmachung von Themen, die – kurz gefasst – mit der Menschenwürde zu tun haben, wo und wie diese passiv ‚vergessen“ oder aktiv mit Füßen getreten wird. Kunst als Anregung zur Diskussion, weil Schweigen nie zur erhofften Auflösung führt. Dieser Quell ist ja nicht am Versiegen …
Wie reagieren die Betrachter:innen auf deine Kunst?
Sehr unterschiedlich, es gibt nicht die eine breit verankerte Meinung dazu. Manche Menschen fühlen sich von meiner Arbeit peinlich berührt oder abgestoßen, das liegt zum Teil auch an den bearbeiteten Themen. Andere wiederum schätzen gerade die Wahl der Inhalte und meine Art der Umsetzung als Bild, Objekt, Video oder Performance.
Welche Frage bewegt dich derzeit?
Das offensichtliche Scheitern unserer Gesellschaft daran, weitblickend mit unterschiedlichen Standpunkten und Konflikten umzugehen und das Wohl möglichst aller Menschen und der Natur im Fokus zu behalten und danach zu handeln. Wie können wir es gemeinsam auf die Reihe bekommen, toxische Verhaltensmuster so zu managen, dass sie möglichst wenig Schaden anrichten? Was können wir unseren Folgegenerationen mitgeben, um sie für die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen zu stärken?